TITANIC – AND THE BAND PLAYED ON

Auf ihrer Jungfernfahrt — von Southampton nach New York — kollidierte die Titanic am 14. April 1912 kurz vor Mitternacht mit einem Eisberg. Nach rund zweieinhalb Stunden verschwand der Ozeanriese im Atlantik. Über 1500 Menschen fanden den Tod in den eiskalten Fluten. Zu den Toten zählten auch die Musiker des Bordorchesters. In den Erzählungen der über 700 Geretteten jedoch blieb die Erinnerung an die Musiker lebendig. Das Orchester, den Passagieren der ersten und zweiten Klasse durch ihre täglichen Auftritte in Foyer, Speisesaal und Salon wohlbekannt, spielte in der Schicksalsnacht bis zum schrecklichen Ende. Vorerst, um Panik zu vermeiden, spielten die Musiker im Foyer der 1. Klasse fröhliche, gutgelaunte Stücke : Walzer, Ragtime, populäre Melodien. Später - als schon die Rettungsboote beladen wurden - musizierten sie draussen in der Kälte auf dem Bootsdeck.

Der Untergang der Titanic hat seit 1912 immer wieder betroffen gemacht. Dichter beschäftigen sich mit dem Thema, Filme werden gedreht, eine Oper und andere Kompositionen hinterlassen Spuren im Musikleben. Die dramatischen Ereignisse an Bord - im eindrücklichen Gegensatz dazu das Musizieren des Orchesters. Es erstaunt nicht, dass seit den Zeugnissen der Überlebenden bis zu heutigen Kommentaren das Schicksal der Musiker der Titanic immer wieder die Gemüter bewegt.

Unter der Regie von James Cameron entstand 1996/97 die wohl aufwendigste Verfilmung der Schicksalsfahrt der Titanic. Entsprechend der historischen Tatsache wurde für diesen Film ein Bordorchester in der Besetzung zwei Violinen, Cello, Kontrabass und Klavier gesucht. Das Ensemble I SALONISTI wurde von James Cameron sowohl für die Ton- als auch die Bildaufnahmen engagiert.

quintett_titanic_web.jpg