«Thuner Tagblatt» vom 23. Juni 2015

Die Musiker schafften es, die über zwanzig grundverschiedenen Werke zu einem Ganzen zu verweben und das Publikum im Rittersaal in diese Geschichte mitzunehmen. Von lieblichen Melodien über wehmütige Kompositionen bis zu fröhlichen Tänzen bot die rund hundertminütige Vorstellung die ganze Palette an Emotionen, die mit Musik ausgedrückt werden kann. ...
Die beiden Vorstellungen am Sonntag waren unglaublich dynamisch, durch die vielen Leuchtgitterstäbe und Glühlampen entstand eine einzigartige, einmalige Atmosphäre. ...Dadurch fühlten sich die Konzertbesucher mehr als Teil der Geschichte denn als Zuhörer und erlebten ein intimes Hörerlebnis, das unter die Haut ging. ...
«Die Sopranistin Gaëlle Méchaly sang unglaublich ausdrucksstark» meinte eine Besucherin nach dem gelungenen Abschlusskonzert der Schlosskonzerte.
(Damaris Oesch)

«Ensuite», Zeitschrift zu Kultur und Kunst, April 2015

Den Salonisti. mit dem Regisseur und Bühnenbildner Stephan Grögler. ist das scheinbar Unmögliche gelungen: Man ist von ihrer Darbietung ergriffen, erschüttert, manchmal sogar hingerissen ... so mag es wohl den Ausführenden in Theresienstadt ergangen sein - nur dass wir, Publikum im Bern des XXI. Jahrhunderts, nachher friedlich nachhause gehen konnten ... Die zahlreichen Zuhörer verließen den Saal nachdenklich. (François Lilienfeld)

«Der Bund» vom 14. März 2015

Es besteht kein Zweifel, dass die in Stil, Ausdruck und Anspruch unterschiedlichen Stücke bei Piotr Plawner und Lorenz Hasler (Violinen), Ferenc Szedlák (Cello), Béla Szedlák (Kontrabass) und Gerardo Vila (Klavier, Harmonium) sowie der expressiven Sopranistin Gaëlle Méchaly in den besten Händen sind. Abwechslungsreich und präzise wird gestaltet. (Marianne Mühlemann)

«Ensuite», Zeitschrift zu Kultur und Kunst, April 2015

Da tritt eine junge Frau auf, eine Mitgefangene, die durch das Musizieren der fünf Männer zumindest zeitweise aus ihrer Verzweiflung herauszukommen vermag. Sie singt, tanzt. Lacht und weint mit ihnen. Diese Rolle wird von einem Gast, Gaëlle Méchaly aus Marseille, auf unnachahmliche Weise übernommen. Die Tiefe und Vielfalt der von ihr dargestellten Gefühlsäußerungen ist unbeschreiblich. Eine unglaublich modulationsfähige Stimme, vom Aufschrei bis zum gehauchtesten Pianissimo im abschliessenden Wiegenlied, vom Volkslied zum Kunstgesang. Die Künstlerin verfügt über ein ergreifendes mimisches Talent und eine Körperbeherrschung, die vom lockeren Tanz bis zur Erschöpfung Alles darstellen kann. (François Lilienfeld)

«Ensuite», Zeitschrift zu Kultur und Kunst, April 2015

Dieses ästhetische Erlebnis wurde natürlich nicht zuletzt dank der Ausführung möglich, die auf höchstem Niveau steht. Die Salonisti als Musiker und Mimen, die sich auch im Publikum bewegten und dabei oft recht weit voneinander entfernt spielen mussten, brachten eine bewunderungswürdige Leistung, sowohl in ihrer Virtuosität wie in der emotionellen Tiefe. (François Lilienfeld)

«Ensuite», Zeitschrift zu Kultur und Kunst, April 2015

Zum Erstaunlichsten des Abends gehört, wie die Sängerin und ein schon jahrelang eingespieltes Ensemble – wohl durch unermüdliche Probenarbeit, aber insbesondere durch die künstlerische Reife aller Mitwirkenden – eine Einheit zu bilden vermögen. (François Lilienfeld)

«Berner Zeitung» vom 14. März 2015

Die Musik hat es in sich. Sie sorgt für jene Momente der Beklemmung und Erlösung, von denen der Abend lebt. Es ist Musik, die von Selbstbehauptung erzählt und die in einer Spannung steht zum Grauen des Lagers. Nicht nur dort, wo sie ausgelassene Kaffeehaus-Festlichkeit ausdrückt, auch in den pathetisch weitgezogenen Tönen, die in eine schönere Welt zu treiben scheinen. (Oliver Meier)

«Ensuite», Zeitschrift zu Kultur und Kunst, April 2015

Im Gegensatz etwa zu Sobols «Ghetto» oder Polanskis «The Pianist» wird die rohe Gewalt nicht gezeigt. Die Andeutung aber hinterlässt tiefere Spuren. Anstelle eines brutalen Schocks wird zum Nachdenken angeregt. Und man spürt die Schönheit, die oft in dieser Musik enthalten ist. (François Lilienfeld)

«Der Bund» vom 14. März 2015

Bereits beim Betreten der Aula im Progr scheint der Raum mehr zu erzählen, als das Halbdunkel preisgibt. Stephan Grögler, Berner Regisseur und Bühnenbildner, und Lukas Hasler (Technik) haben einen symbolischen Ort geschaffen. (Marianne Mühlemann)

«Ensuite», Zeitschrift zu Kultur und Kunst, April 2015

Großen Anteil am Erfolg haben auch die Technik von Lukas Hasler und die einfühlsamen Arrangements von Jiři O. Růžička, John G. Mortimer , Boldizsár Csíky und György Mondvay. (François Lilienfeld)