Wir hoffen, das eindrückliche Stück bald wieder irgendwo zu spielen !

« als ob ... »   Musik in Theresienstadt

mit Gaëlle Méchaly (Sopran) und I Salonisti
szenische Realisation Stephan Grögler

« als ob ... »  Musik, die in Theresienstadt komponiert und gespielt wurde, steht im Mittelpunkt dieser Aufführung. Sie ist Zeugnis für die unglaubliche Lebenskraft des vielseitigen und reichen Musiklebens im Lager: leichtfüssige und nostalgische Stücke, jazzige Klänge aus der Neuen Welt, aber auch besinnliche und überirdische Melodien.

Der Kerngedanke dieses Projekts ist geprägt von der Lektüre des Romans „Gerron“ von Charles Lewinsky. « als ob ... » will nachvollziehbar machen, wie künstlerische Tätigkeit im Leben unentbehrlich und sinngebend sein kann. In Theresienstadt erklangen Balladen, absolute Musik, Volkslieder, Tanzmusik und Kabarett-Couplets – Mondänes und Intimes. Die künstlerische Ausdrucksform der Menschen erwies sich im Lager als stärker denn alle lebenswidrigen Erfahrungen. Lagerinsassen suchten und fanden in der Musik eine geistige Welt, die dem Moment seine Ausweglosigkeit nahm.

Verschiedene, mit dem Ensemble vertraute Arrangeure haben die für « als ob ... » ausgewählten Lieder, Klavierstücke und Orchesterwerke für das Quintett I SALONISTI bearbeitet. Dabei handelt es sich um Werke von Karel Berman, Robert Dauber, Hans Krasa, Martin Roman, Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff, Karel Švenk, Ilse Weber.

« als ob ... » will nicht Betroffenheit wecken, will nicht die Abgründe der Menschen ausleuchten, will kei­ne Geschichtslektion sein. Einzig um die Musik geht es, die für die Menschheit eine über die Jahr­hunderte gewachsene Bedeutung hat. Die Interpreten der Produktion « als ob ... »Gaëlle Méchaly und I SALONISTI – verstehen sich in erster Linie als Miterlebende und Mitteilende.

Dank der Zusammenarbeit mit dem Opernregisseur Stephan Grögler fanden I SALONISTI die dem Anliegen entsprechende Form der Veranstaltung.